Neujahrsempfang 2026
23. Jan. 2026
| 19:00 Uhr
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Die Stadt Witzenhausen bereitet derzeit die Beauftragung der in Hessen gesetzlich vorgeschriebenen Wärmepläne für das gesamte Stadtgebiet vor. Ziel dieser Planungen ist es nicht, einzelne Lösungen vorzugeben, sondern eine datengestützte Entscheidungsgrundlage zu schaffen.
Erfahrungen aus vergleichbaren kommunalen Wärmeplänen zeigen, dass deren Ergebnisse in der Regel zwischen zwei grundsätzlichen Ansätzen unterscheiden:
Die Wärmepläne werden diese Optionen für Witzenhausen systematisch untersuchen und transparent darstellen. Sie ersetzt jedoch nicht die individuelle Entscheidung der Hauseigentümer, sondern dient der Information, Einordnung und langfristigen Orientierung.
Eine anschauliche und allgemeinverständliche Darstellung dieses Ansatzes bietet unter anderem die Deutsche Umwelthilfe in einer einfachen Grafik, die zentrale und dezentrale Wärmelösungen gegenüberstellt:
https://www.duh.de/fileadmin/user_upload/download/Projektinformation/Energieeffizienz/251210_DUH_Fernw%C3%A4rme_Checkliste_final.pdf
Die Darstellung der Deutschen Umwelthilfe macht deutlich, dass es für die zukünftige Wärmeversorgung keine einheitliche Lösung gibt. Zentrale Lösungen, wie Nah- oder Fernwärme, können vor allem in dicht bebauten Gebieten bei kontinuierlichem Wärmeverbrauch sinnvoll sein, erfordern jedoch hohe Investitionen und gehen häufig mit einer langfristigen Bindung sowie Anschlussverpflichtungen einher. Dezentrale Lösungen hingegen ermöglichen eine individuelle, gebäudeangepasste Wärmeversorgung und erhalten die Entscheidungsfreiheit der Hauseigentümer.
Die zentrale Aussage ist: Wärmeversorgung ist standortabhängig. Die Wärmeplanung dient daher der Analyse und Orientierung, nicht der Festlegung auf eine bestimmte Technik oder Versorgungsform.
Für die Stadt Witzenhausen bedeutet dies aktuell, dass weder eine pauschale Empfehlung für bestimmte Heiztechniken noch eine kurzfristige Ausweitung zentraler Wärmenetze vorgesehen ist. Stattdessen setzt die Stadt im Rahmen der gesetzlich geforderten Wärmepläne eine weitere Informationsgrundlage für Hauseigentümer um.