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Stadt nimmt mit Tiny-House-Projekt im Ortsteil Roßbach an den geförderten Kleinstadt-Laboren teil
Witzenhausen, 04.11.2026: Die Stadt Witzenhausen gehört zu fünf Kleinstädten aus ganz Deutschland, die im Rahmen der „Kleinstadt-Labore 2026–2027“ eine Förderung durch die Kleinstadt Akademie erhalten haben. Zum Auftakt trafen sich die beteiligten Kommunen am 2. und 3. November in Wittenberge (Brandenburg), um ihre Projekte für neues Wohnen vorzustellen und gemeinsam an Herausforderungen zu arbeiten, die viele Kleinstädte betreffen. Für Witzenhausen waren Anja Strecker (Bauamtsleiterin der Stadt Witzenhausen), Iris Lück (Ortsvorsteherin Roßbach) und Robin Dirks (Prozessbegleiter) vor Ort.
Mit dem Projekt „Tiny House Roßbach – gemeinschaftlich wohnen im Zukunftsdorf“ will Witzenhausen neue Wohnmöglichkeiten für unterschiedliche Generationen schaffen. Im Ortsteil Roßbach soll ein gemeinschaftliches Wohnquartier mit zehn bis zwölf Tiny Houses, gemeinsam genutzten Freiflächen und einem Gemeinschaftshaus entstehen. Ziel ist es unter anderem, älteren Menschen ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld zu ermöglichen und zugleich bezahlbare, nachhaltige Wohnangebote zu schaffen. Grundlage ist ein bereits bestehender Bebauungsplan, der ursprünglich Einfamilienhäuser vorsah. Im Kleinstadt-Labor sollen nun gemeinsam mit Anwohnern, Ortsbeirat und Fachleuten geeignete Organisations- und Trägermodelle sowie die planerischen Grundlagen für die Umsetzung entwickelt werden. Die Förderung ermöglicht es Witzenhausen, diesen gemeinschaftlichen Ansatz weiterzuentwickeln und dabei vom Wissen und den Erfahrungen anderer Kommunen zu profitieren.
Denn auch wenn die fünf geförderten Städte unterschiedliche Projekte verfolgen, stehen sie vor vielen ähnlichen Fragen. Bei der Auftaktveranstaltung tauschten sich Witzenhausen, Haldensleben (Sachsen-Anhalt), Jüterbog (Brandenburg), Münnerstadt (Bayern) und Sonneberg (Thüringen) deshalb über die Ziele und Herausforderungen ihrer Vorhaben aus. In Werkstattphasen identifizierten sie drei zentrale Querschnittsthemen: altersgerechtes Wohnen und Barrierefreiheit, Finanzierung und Trägermodelle einschließlich rechtlicher Rahmenbedingungen sowie Kommunikation.
An diesen Themen arbeiten die Kommunen gemeinsam weiter, um Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und Lösungsansätze zu entwickeln, von denen alle Beteiligten profitieren können. Die Ergebnisse der ersten Werkstattphasen werden beim nächsten Transfertreffen im Rahmen des Kleinstadt Kongresses im Juni 2027 wieder aufgegriffen. Die Erkenntnisse aus den Kleinstadt-Laboren sollen später über die fünf geförderten Städte hinaus auch weiteren Kleinstädten zugutekommen.
Zitat Siw Foge, Leiterin Kleinstadt Akademie:
„Viele Kleinstädte stehen vor ähnlichen Herausforderungen, haben aber ganz unterschiedliche Ideen, wie sie diese angehen können. Genau darin liegt die Stärke unserer Kleinstadt-Labore: Die Kommunen entwickeln vor Ort konkrete Lösungen und profitieren gleichzeitig vom Wissen und den Erfahrungen der anderen. So muss nicht jede Kleinstadt das Rad neu erfinden“
Hintergrund: Kleinstadt-Labore
Mit den Kleinstadt-Laboren fördert die Kleinstadt Akademie die Entwicklung und Erprobung innovativer Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen in Kleinstädten. Die teilnehmenden Kommunen erhalten Unterstützung bei der Umsetzung eigener Projekte und tauschen sich regelmäßig über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse aus. Ziel ist es, gemeinsam praxisnahe Lösungen zu entwickeln, voneinander zu lernen und die Ergebnisse auch für andere Kleinstädte in Deutschland nutzbar zu machen. Die fünf Kleinstadt-Labore der Förderphase 2026–2027 beschäftigen sich mit dem Thema „Neues Wohnen“.
Weitere Infos: https://kleinstadtakademie.de/beitraege/kleinstadt-labore-2026-2027-diese-5-projekte-zum-thema-neues-wohnen-hat-die-jury-ausgewaehlt
Hintergrund: Kleinstadt Akademie
Die 2024 durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen ins Leben gerufene Kleinstadt Akademie ist die erste bundesweite Schnittstelle der mehr als 2.100 Kleinstädte in Deutschland. Sie möchte unter anderem dazu beitragen, dass Kleinstädte Wissen und Erfahrungen besser miteinander teilen können, sodass sie von guten Ideen und praktikablen Lösungen aus anderen Städten in Deutschland profitieren.
Weitere Infos: https://kleinstadtakademie.de/

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